Ich weiß noch genau, wie sich ein normaler Morgen bei mir angefühlt hat.
Der Wecker klingelt. Ich drehe mich auf den Rücken — und sofort ist da dieses Ziehen. Hart, tief, direkt in den Nacken gezogen, als hätte jemand in der Nacht mit einem Schraubenzieher an meiner Wirbelsäule gearbeitet.
Dann der Versuch aufzustehen. Mein linker Arm kribbelt. Nicht unangenehm, nein — taub. So taub, dass ich nicht sicher bin, ob er noch da ist, bis ich ihn mit der anderen Hand schüttle.
Die Schultern. Schwer wie Beton. Ich strecke mich, drehe den Kopf vorsichtig nach rechts — dieser dumpfe Widerstand, als würde mein Körper sagen: Nicht so schnell.
Und das alles, weil ich geschlafen habe. Weil ich gelegen habe. Weil ich mich ausgeruht haben sollte.
Es gibt kaum etwas Frustrierenderes als morgens aufzuwachen und sich schlechter zu fühlen als abends davor.
Ich habe angefangen, den Wecker zu verfluchen. Nicht weil ich müde war — sondern weil ich wusste, was der Moment des Aufwachens mit sich bringt.
Das war meine Realität seit über 7 Monaten.